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About RGS Econ

Media Reports

7th RGS Summer School

15.04.2011

Vom 28. März bis 01. April 2011 fand an der Universität Duisburg-Essen die 7. Summer School der RGS Econ statt. Die Summerschool widmete sich dem hochaktuellen, aber bisher wenig diskutierten Thema „Welche Verbundeffekte bestehen zwischen dem Emissionshandel auf EU-Ebene und den zahlreichen umwelt- und energiepolitischen Initiativen in den einzelnen EU-Mitgliedsländern?“. Es kamen rund 20 Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler im Casino am Campus Essen zusammen, um über das Herzstück der europäischen Klimapolitik, das Emissionshandelssystem zu diskutieren.


Um die ehrgeizigen Reduktionsziele zu erreichen, werden Emissionssteuern, Subventionen für erneuerbare Energien sowie Effizienzstandards eingesetzt. Diese Regulierungen überlagern sich und diese Überlagerungseffekte sind bisher wenig thematisiert worden – obwohl sie Kosten und Nutzen der Erreichung der EU-Klimaziele erheblich beeinflussen und damit in der Wirtschaftspolitik zunehmend wichtiger werden. Mit der diesjährigen Summerschool wollte man versuchen, diese Lücke zu schließen, sagte RGS Mitglied und Prof. Dr. Volker Clausen, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Wirtschaftsbeziehungen.


Ein wertvolles Instrument zur Politikfolgenabschätzung derartiger Maßnahmen sind numerische Simulationsmodelle. Bei der Summer School wurde ihre breite Anwendung vorgestellt. Unterschiedliche Ansätze erlauben es, neben volkswirtschaftlichen Kriterien auch die Verteilungswirkungen von energie- und umweltpolitischen Maßnahmen konkret abzuschätzen. Die Teilnehmer lernten, die Modelle mit einer speziellen Software auf relevante praktische Fragen anzuwenden.


Das Interesse war groß und ging weit über Deutschland hinaus. Prof. Clausen sieht darin ein Zeichen dafür, dass mit dem aktuellen Thema der "Nerv getroffen" wurde. Die fünftägige Veranstaltung war ausgebucht.


Ein Referent war Prof. Dr. Christoph Böhringer von der Universität Oldenburg. Der international gefragte Experte entwickelt Gleichgewichtsmodelle, die oft in der Evaluation der Energie- und Klimapolitik eingesetzt werden. Da er nationale Ministerien, die Europäische Kommission und den UN-Klimarat berät, fließen seine Arbeiten direkt in politische Entscheidungsprozesse ein. „Gerade diese Mischung von ökonomischer Grundlagenforschung und angewandter Politikberatung machte den Reiz der Veranstaltung aus“, betonte Prof. Clausen.


Mit der Ausrichtung der Summer School wurde einmal mehr unterstrichen, dass Essen – auch international – ein renommierter Standort für energie- und umweltpolitische Forschung ist. Dies gilt nicht nur für die Forschungsaktivitäten an der UDE, sondern auch im Verbund mit den Analysen am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen.

Participants of the 7th RGS Summer School